Feuerherzen
Jeder kennt es: Das Herz klopft bis zum Hals. Vor Freude, vor Angst, vor Sorge, vor Begeisterung, vor Ungeduld, aus Panik oder nach einem Sprint. Manchmal gerät es aus dem Takt, stolpert oder überspringt ein paar Schläge.
Mein Herz ist ein Meister all dieser Kapriolen und liegt seit meiner frühen Jugend regelmäßig im Clinch mit meinem Kopf. Der kann noch so vernünftig sein - mein Herz schert sich nicht drum, rast fröhlich von dannen und schlägt über die Stränge.
Dieses Bildobjekt widme ich allen wilden Herzen da draussen.
Ganz besonders aber meinem eigenen.
Vor allen Dingen dafür, dass es brennen kann.
Für alle und alles, was ich liebe.
Immer ein bisschen drüber, immer über den Rand hinaus.
Aquarell, Kupfer, Emaille.
Gesamtmaß 35 × 35 cm
Passepartout-Ausschnitt 25 × 25 cm
Aus der Werkstatt:
Von gebrochenen Herzen und heißer Liebe
So kompliziert und unberechenbar wie unsere lebendigen Herzen sein können, sind es auch die Emaillefarben.
Rot, Violett und Orangetöne sind die Diven auf dem Farbspektrum und haben auch bei diesem Kunstwerk für reichlich Herzklopfen gesorgt. Farbverläufe, frisch aus dem Brennofen, lassen meine Augen leuchten - und ein paar Stunden später platzt alles ab und auf dem Teller liegen lauter gebrochene Herzen.
Also alles nochmal von vorne, bis die richtigen Temperaturen, Zeiten und Mischungen gefunden sind.
Denn das schöne Orangerot mag nicht mit dem hellen Rosa in den Ofen, und auch Violet verhält sich äußerst spröde, wenn sie mit Kirschrot gemeinsame Sache machen soll.
Aber dann…nach vielen weiteren Versuchen und bangem warten vor der Ofenklappe:
Ganz viel Liebe aus Farbe und Feuer.
Aquarellgrund, Kupfer
Sägearbeiten
Bereit für den Brennofen
Gebrochene Herzen
Auf ein Neues
Emaille und Papiermodelle